Carnival of the body

Info

— TANZ- UND THEATERPREIS DER STADT STUTTGART UND DES LANDES BADEN-WÜRTTEMBERG 2017 —
— KÖLNER TANZTHEATERPREIS 2015 —

 

 

Das Akrobaten- und Choreografenduo Overhead Project beschäftigt sich in Carnival of the body mit der körperlichen Realität und der äußeren Wahrnehmung des Wrestling – eine der populärsten Unterhaltungsformen in den USA.
Zwischen Jahrmarkttradition und Millionengeschäft stellt Wrestling einen absurd faszinierenden Hybrid aus Sport und Show dar, aus Athletik und Unterhaltung – einen durchchoreografierten Testosteronzirkus.

 

Tim Behren und Florian Patschovsky ringen mit Butler, Foucault, Mickey Rourke und sich selbst. Im Rhythmus ihrer Bewegungen entsteht ein inniger Kampf gegen die äußere Wahrnehmung. Es eröffnet sich eine Reflektion der eigenen Geschlechterdarstellung und der Rollen die der Körper einzunehmen vermag.

 

Carnival of the body ist eine Fahrt unter die Oberfläche des Spektakulären, ein Blick in eine entfremdete Intimität der Körper – ein schwitzender Bastard aus Wrestling, Zirkus und Tanz. Präzise beobachtet, atemberaubend akrobatisch und abgründig humorvoll.

 


Presseauszüge

Nicole Strecker, Kölner Stadtanzeiger
Gesellschaftlich mag es gezähmt worden sein, im Ring aber darf es wieder raus: das Tier im Mann. Der Wrestler ist das letzte archaische Idealbild vom Mann, ein brüllendes, Testosteron-dampfendes und allzeit kampfgieriges Muskelmonster.

 

Melanie Suchy, Nachtkritik Tanzwebkoeln
Der eindrucksvolle „Carnival of the Body“ hat schließlich doch eine höhere Botschaft. Die Frage, die schwerste von allen: „wer bin ich, wie will ich gesehen werden?“. Erst am Aschermittwoch des Lebens ist sie vorbei.


Credits

Premiere: Februar 2015 | Länge: 60 Minuten

 

Ein Produktion von Overhead Project / 2015
Choreografie & Tanz: Tim Behren und Florian Patschovsky
Idee & Konzept: Tim Behren
Musikkomposition: Simon Bauer
Lichtgestaltung: Jasper Diekamp
Kostüme: Sabine Schneider
Bühnengestaltung: Jasper Diekamp und Overhead Project
Exterior eye und akrobatischer Research: Tobias Wegner und Tobias M. Draeger
Dramaturgische Beratung: Bauke Lievens
Management/P&Ö: mechtild tellmann kulturmanagement
Produktionsassistenz: Zsolt Káldy

 

Koproduziert durch: Choreographisches Centrum Heidelberg// studiobühneköln // Festival tanz.tausch Köln // Mit freundlicher Unterstützung durch: fabrik Potsdam // Circusschatzinsel Berlin // Dans Brabant Tilburg/Theater de NWE Vorst, Tilburg // UnterwegsTheater Heidelberg // Gefördert durch: Kunststiftung NRW // Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen // Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus den Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst


Bilder

Mehr zum Stück

Auszüge aus dem Programmheft:

 

„Auf die Kardinalsfrage, ob Wrestling echt sei, antwortete der Wrestler Ox Anderson ganz pragmatisch: Du weißt es nicht. Ich weiß es.
(Spiel und Ernst, Fake und Fans im gegenwärtigen Wrestling)

 

“Die Sterblichkeitsrate dieser Jungs ist schockierend. Gleichzeitig ist das eine der populärsten Unterhaltungsformen in den USA”
(Darren Aronofsky, Regisseur von The Wrestler)

 

Gedanken zur Produktion „Carnival of the body“
Aus Gesprächen und Interviews der flämischen Dramaturgin Bauke Lievens mit Tim Behren
Während der Konzeptentwicklung im Oktober 2013

 

About circus, dance and wrestling
An experience.

Let me start with saying that for us circus is an experience. And that we would like to make a dance performance that can share this experience with others. We want to do this by revealing our inner sensations and unspoken rules and taboos of our technique. We feel circus is a place where we should allow people to see what is happening under the surface of the spectacular, unraveling the mask of technique into the intimacy of the experiences of the body.

 

It does not have to be called circus.
We will also call it dance.
Or wrestling, probably.

 

We want to focus on the acrobatic work as a way of thinking through the body and we would like to reveal the human beauty of that what happens in-between the acrobatic movements and under the surface of an, for us, often too choreographed circus. Because the spectacularity of tricks often functions as a mask, behind which the human inside the circus artist can hide. We want a circus without technical masquerade.

 

We want to reflect during the process on what we, as acrobats and as men with our specifically trained bodies, represent while performing – being aware of this and exploring how the masculinity that we embody is present in our movements. In circus, to our feeling, there is a big lack of this awareness (there are exceptions of course that make it a topic, like Phia Ménard or Angela Laurier, for example.). However, we feel there is not enough reflection of this gender topic and of what our bodies communicate in circus.


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— TANZ- UND THEATERPREIS DER STADT STUTTGART UND DES LANDES BADEN-WÜRTTEMBERG 2017 —
— KÖLNER TANZTHEATERPREIS 2015 —

 

 

Das Akrobaten- und Choreografenduo Overhead Project beschäftigt sich in Carnival of the body mit der körperlichen Realität und der äußeren Wahrnehmung des Wrestling – eine der populärsten Unterhaltungsformen in den USA.
Zwischen Jahrmarkttradition und Millionengeschäft stellt Wrestling einen absurd faszinierenden Hybrid aus Sport und Show dar, aus Athletik und Unterhaltung – einen durchchoreografierten Testosteronzirkus.

 

Tim Behren und Florian Patschovsky ringen mit Butler, Foucault, Mickey Rourke und sich selbst. Im Rhythmus ihrer Bewegungen entsteht ein inniger Kampf gegen die äußere Wahrnehmung. Es eröffnet sich eine Reflektion der eigenen Geschlechterdarstellung und der Rollen die der Körper einzunehmen vermag.

 

Carnival of the body ist eine Fahrt unter die Oberfläche des Spektakulären, ein Blick in eine entfremdete Intimität der Körper – ein schwitzender Bastard aus Wrestling, Zirkus und Tanz. Präzise beobachtet, atemberaubend akrobatisch und abgründig humorvoll.

 


Presseauszüge

Nicole Strecker, Kölner Stadtanzeiger
Gesellschaftlich mag es gezähmt worden sein, im Ring aber darf es wieder raus: das Tier im Mann. Der Wrestler ist das letzte archaische Idealbild vom Mann, ein brüllendes, Testosteron-dampfendes und allzeit kampfgieriges Muskelmonster.

 

Melanie Suchy, Nachtkritik Tanzwebkoeln
Der eindrucksvolle „Carnival of the Body“ hat schließlich doch eine höhere Botschaft. Die Frage, die schwerste von allen: „wer bin ich, wie will ich gesehen werden?“. Erst am Aschermittwoch des Lebens ist sie vorbei.


Credits

Premiere: Februar 2015 | Länge: 60 Minuten

 

Ein Produktion von Overhead Project / 2015
Choreografie & Tanz: Tim Behren und Florian Patschovsky
Idee & Konzept: Tim Behren
Musikkomposition: Simon Bauer
Lichtgestaltung: Jasper Diekamp
Kostüme: Sabine Schneider
Bühnengestaltung: Jasper Diekamp und Overhead Project
Exterior eye und akrobatischer Research: Tobias Wegner und Tobias M. Draeger
Dramaturgische Beratung: Bauke Lievens
Management/P&Ö: mechtild tellmann kulturmanagement
Produktionsassistenz: Zsolt Káldy

 

Koproduziert durch: Choreographisches Centrum Heidelberg// studiobühneköln // Festival tanz.tausch Köln // Mit freundlicher Unterstützung durch: fabrik Potsdam // Circusschatzinsel Berlin // Dans Brabant Tilburg/Theater de NWE Vorst, Tilburg // UnterwegsTheater Heidelberg // Gefördert durch: Kunststiftung NRW // Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen // Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus den Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst


Bilder

Mehr zum Stück

Auszüge aus dem Programmheft:

 

„Auf die Kardinalsfrage, ob Wrestling echt sei, antwortete der Wrestler Ox Anderson ganz pragmatisch: Du weißt es nicht. Ich weiß es.
(Spiel und Ernst, Fake und Fans im gegenwärtigen Wrestling)

 

“Die Sterblichkeitsrate dieser Jungs ist schockierend. Gleichzeitig ist das eine der populärsten Unterhaltungsformen in den USA”
(Darren Aronofsky, Regisseur von The Wrestler)

 

Gedanken zur Produktion „Carnival of the body“
Aus Gesprächen und Interviews der flämischen Dramaturgin Bauke Lievens mit Tim Behren
Während der Konzeptentwicklung im Oktober 2013

 

About circus, dance and wrestling
An experience.

Let me start with saying that for us circus is an experience. And that we would like to make a dance performance that can share this experience with others. We want to do this by revealing our inner sensations and unspoken rules and taboos of our technique. We feel circus is a place where we should allow people to see what is happening under the surface of the spectacular, unraveling the mask of technique into the intimacy of the experiences of the body.

 

It does not have to be called circus.
We will also call it dance.
Or wrestling, probably.

 

We want to focus on the acrobatic work as a way of thinking through the body and we would like to reveal the human beauty of that what happens in-between the acrobatic movements and under the surface of an, for us, often too choreographed circus. Because the spectacularity of tricks often functions as a mask, behind which the human inside the circus artist can hide. We want a circus without technical masquerade.

 

We want to reflect during the process on what we, as acrobats and as men with our specifically trained bodies, represent while performing – being aware of this and exploring how the masculinity that we embody is present in our movements. In circus, to our feeling, there is a big lack of this awareness (there are exceptions of course that make it a topic, like Phia Ménard or Angela Laurier, for example.). However, we feel there is not enough reflection of this gender topic and of what our bodies communicate in circus.