Surround

Info

Surround

Performance | Tanz | Circus

Premiere: Oktober 2017

Länge: ca. 50min

 

Über das Verhältnis des Menschen zur Herde – ein Performance-Parcours zwischen Führen und führen lassen.

 

Alles dreht sich. Die Sorgen um die globalen politischen Veränderungen schlagen um sich. Bei so viel Rechts-Verliebtheit scheint doch vor allem eines auf dem Spiel zu stehen: die Demokratie. Als würden Freiheit und Gleichheit wieder zur Utopie. Unser System ist in der Krise oder zumindest auf sehr genauem Prüfstand, und die Autoritären nutzen die Gunst der Stunde. Es ist vor allem der Sehnsuchtsschmerz nach der Macht, der einen mitreißenden Strudel verursacht. Und die wichtigste Frage ist: Bist du drin oder draußen? Im Vormarsch der Mächtigen muss nun jeder seinen Platz finden – im Herdentritt, am Rand oder doch mit den Zügeln in der Hand.

 

„Surround“ ist eine begehbare Performance zur gesellschaftlichen Dimension des Kreises. Das Rund ist Arena für die Schaulustigen, politische Theaterbühne und zugleich vermeintlicher Versammlungsort auf Augenhöhe. Die natürliche Anordnung von Menschenansammlungen umkreisend, fordern die zwei Akrobaten und zwei Tänzerinnen auf der Bühne eine physische Positionierung zum Geschehen ein.

 


Foto: Ingo Solms
Pressestimmen

„(…) Die zwei Akrobaten und zwei Tänzerinnen (…) stellen sich dem Pendel. Ihr Tanz ist Ausweichen und Nachgeben, aber auch Beschleunigen und Festhalten – eine Arbeit mit der Physik als Zentrum der Inszenierung. Die Zuschauer, die zunächst im Kreis um die Bühnenmitte stehen, werden von den Tänzern am schwingenden Pferd vorbei- und darunter hindurchgeleitet. Das geführte Risiko ersetzt den Sicherheitsabstand. Da können auch mal die eigenen Hände schwitzig werden. (…) Das Publikum sieht sich um, je näher ein Zuschauer neben dem Pauschenpferd im Zentrum steht, desto eher liegt die Aufmerksamkeit bei ihm. Wird er etwas tun? Hier verdichtet sich die Botschaft des Abends: Position beziehen. Möchtest Du am Rande stehen? Oder nimmst Du die Zügel in die Hand? Das sind die Grundgedanken zur demokratischen Gleichheit im Vergrößerungsglas der Bühnenkunst. Ein wichtiger Abend in Zeiten, in denen die Demokratie allerorten auf dem Spiel steht.“

Jennifer Ressel in: Kreuzer – Das Leipzig Magazin (30.5.18)

 

„Demokratie als Kreisbewegung. Als geometrische Figur, in der sich ein ununterbrochenes Wechselspiel zwischen Ballung und Vereinzelung, Konfrontation und Zirkulation, Passivität und Partizipation, Gewaltenteilung und Gewalt vollzieht. Dabei entspinnt sich unaufhörlich jenes Drama, das dem so komplizierten wie störanfälligenVerhältnis des Menschen zur Herde eigen ist. Ein Verhältnis, dem Overhead Project mit Surround eine faszinierende Inszenierung widmet. (…) Ein Pauschenpferd hängt von der Bühnendecke. Ein obskurer Fetisch, der das dramaturgische Zentrum der Inszenierung ebenso markiert wie den drehsymmetrischen Mittelpunkt eines auf den Boden gezeichneten Kreises. Den in aller Ruhe zu umlaufen, wird zu Beginn von «Surround» das Publikum angehalten – eine programmatische wie kontemplative Einstimmung auf die folgenden 60 Minuten (…)
Offensichtlich gedeihen die Möglichkeiten, die «Geometrie der Demokratie » zu erfahren und zu erfühlen, besonders gut im Grenzgebiet zwischen zeitgenössischem Zirkus, Tanz und Performance. Auf jeden Fall offenbart sich im «Verhältnis des Menschen zur Herde» hier Demokratie zunehmend als Teilaspekt der Anthropologie. Der thematische Kreis der Inszenierung – er wird zur Spirale, die sich letztlich in die Conditio Humana selbst hineinbohrt, die freilich weit älter ist als alle Demokratie.“

Steffen Georgi in der Zeitschrift „tanz“


Team

Eine Produktion von Overhead Project in Koproduktion mit LOFFT – Das Theater.

 

Konzept: Tim Behren

Leitung/Kreation/Performance: Tim Behren, Florian Patschovsky

Kreation/Performance: Mijin Kim, Susanne Schneider

Dramaturgische & philosopische Beratung: Eric Eggert

Komposition & musikalische Dramaturgie: Simon Bauer

Lichtkreation: Charlotte Ducousso

Kostüme: Sabina Schneider

Technische Begleitung & Rigging: Anders Jensen

Technische Begleitung: Garlef Keßler

Produktionsleitung: Theresa Hupp

Management & PÖ: mechtild tellmann kulturmanagement


Förderer und Unterstützer

Gefördert durch die Stadt Leipzig Kulturamt (Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes); den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg; die Kunststiftung NRW; die Stadt Köln; das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen; die RheinEnergieStiftung Kultur und das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Maschinenhaus Essen, Zirkus Paletti Mannheim, Tollhaus Karlsruhe, ehrenfeldstudios Köln, ZAK Zirkus- und Artistikzentrum Köln und Artistraum Berlin.


Bilder

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Surround

Performance | Tanz | Circus

Premiere: Oktober 2017

Länge: ca. 50min

 

Über das Verhältnis des Menschen zur Herde – ein Performance-Parcours zwischen Führen und führen lassen.

 

Alles dreht sich. Die Sorgen um die globalen politischen Veränderungen schlagen um sich. Bei so viel Rechts-Verliebtheit scheint doch vor allem eines auf dem Spiel zu stehen: die Demokratie. Als würden Freiheit und Gleichheit wieder zur Utopie. Unser System ist in der Krise oder zumindest auf sehr genauem Prüfstand, und die Autoritären nutzen die Gunst der Stunde. Es ist vor allem der Sehnsuchtsschmerz nach der Macht, der einen mitreißenden Strudel verursacht. Und die wichtigste Frage ist: Bist du drin oder draußen? Im Vormarsch der Mächtigen muss nun jeder seinen Platz finden – im Herdentritt, am Rand oder doch mit den Zügeln in der Hand.

 

„Surround“ ist eine begehbare Performance zur gesellschaftlichen Dimension des Kreises. Das Rund ist Arena für die Schaulustigen, politische Theaterbühne und zugleich vermeintlicher Versammlungsort auf Augenhöhe. Die natürliche Anordnung von Menschenansammlungen umkreisend, fordern die zwei Akrobaten und zwei Tänzerinnen auf der Bühne eine physische Positionierung zum Geschehen ein.

 


Foto: Ingo Solms
Pressestimmen

„(…) Die zwei Akrobaten und zwei Tänzerinnen (…) stellen sich dem Pendel. Ihr Tanz ist Ausweichen und Nachgeben, aber auch Beschleunigen und Festhalten – eine Arbeit mit der Physik als Zentrum der Inszenierung. Die Zuschauer, die zunächst im Kreis um die Bühnenmitte stehen, werden von den Tänzern am schwingenden Pferd vorbei- und darunter hindurchgeleitet. Das geführte Risiko ersetzt den Sicherheitsabstand. Da können auch mal die eigenen Hände schwitzig werden. (…) Das Publikum sieht sich um, je näher ein Zuschauer neben dem Pauschenpferd im Zentrum steht, desto eher liegt die Aufmerksamkeit bei ihm. Wird er etwas tun? Hier verdichtet sich die Botschaft des Abends: Position beziehen. Möchtest Du am Rande stehen? Oder nimmst Du die Zügel in die Hand? Das sind die Grundgedanken zur demokratischen Gleichheit im Vergrößerungsglas der Bühnenkunst. Ein wichtiger Abend in Zeiten, in denen die Demokratie allerorten auf dem Spiel steht.“

Jennifer Ressel in: Kreuzer – Das Leipzig Magazin (30.5.18)

 

„Demokratie als Kreisbewegung. Als geometrische Figur, in der sich ein ununterbrochenes Wechselspiel zwischen Ballung und Vereinzelung, Konfrontation und Zirkulation, Passivität und Partizipation, Gewaltenteilung und Gewalt vollzieht. Dabei entspinnt sich unaufhörlich jenes Drama, das dem so komplizierten wie störanfälligenVerhältnis des Menschen zur Herde eigen ist. Ein Verhältnis, dem Overhead Project mit Surround eine faszinierende Inszenierung widmet. (…) Ein Pauschenpferd hängt von der Bühnendecke. Ein obskurer Fetisch, der das dramaturgische Zentrum der Inszenierung ebenso markiert wie den drehsymmetrischen Mittelpunkt eines auf den Boden gezeichneten Kreises. Den in aller Ruhe zu umlaufen, wird zu Beginn von «Surround» das Publikum angehalten – eine programmatische wie kontemplative Einstimmung auf die folgenden 60 Minuten (…)
Offensichtlich gedeihen die Möglichkeiten, die «Geometrie der Demokratie » zu erfahren und zu erfühlen, besonders gut im Grenzgebiet zwischen zeitgenössischem Zirkus, Tanz und Performance. Auf jeden Fall offenbart sich im «Verhältnis des Menschen zur Herde» hier Demokratie zunehmend als Teilaspekt der Anthropologie. Der thematische Kreis der Inszenierung – er wird zur Spirale, die sich letztlich in die Conditio Humana selbst hineinbohrt, die freilich weit älter ist als alle Demokratie.“

Steffen Georgi in der Zeitschrift „tanz“


Team

Eine Produktion von Overhead Project in Koproduktion mit LOFFT – Das Theater.

 

Konzept: Tim Behren

Leitung/Kreation/Performance: Tim Behren, Florian Patschovsky

Kreation/Performance: Mijin Kim, Susanne Schneider

Dramaturgische & philosopische Beratung: Eric Eggert

Komposition & musikalische Dramaturgie: Simon Bauer

Lichtkreation: Charlotte Ducousso

Kostüme: Sabina Schneider

Technische Begleitung & Rigging: Anders Jensen

Technische Begleitung: Garlef Keßler

Produktionsleitung: Theresa Hupp

Management & PÖ: mechtild tellmann kulturmanagement


Förderer und Unterstützer

Gefördert durch die Stadt Leipzig Kulturamt (Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes); den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg; die Kunststiftung NRW; die Stadt Köln; das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen; die RheinEnergieStiftung Kultur und das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Maschinenhaus Essen, Zirkus Paletti Mannheim, Tollhaus Karlsruhe, ehrenfeldstudios Köln, ZAK Zirkus- und Artistikzentrum Köln und Artistraum Berlin.


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