Francis Bacon, Bern

Info

Eine Gastchoreografie für die 13 köpfige Tanzcompagnie am Konzert Theater Bern
Premiere 1. Mai 2016

 

„Ein getanztes Schreckensbild nach Bacon. Eine intensive Arbeit, die eigenwillige Bilder schafft.
In «Francis Bacon» hat das Choreographen-Duo eigene, eigenwillige Bilder geschaffen, die teilweise bis ins Innerste dringen und verstören. Fast wie Bacons Werk. Das Duo ist gefragt. «Overhead Project» kann erhobenen Hauptes in die Zukunft blicken.“
(Nicole Salathe, SRF)

 

Der irische Maler Francis Bacon hat sich in sehr umfassendem Sinne die sprichwörtliche Freiheit genommen, Dinge zu tun, die er tun wollte. Alkohol- und Drogenexzesse waren für ihn an der Tagesordnung, auch fronte er hemmungslos seiner Spielsucht. In einem Klima ausgesprochener Repression scheute er sich nicht, Beziehungen mit älteren oder jüngeren Männern einzugehen, die zum Teil sozial wesentlich höher oder niedriger als er gestellt waren, was im klassenbewussten und homophoben England gleich eine zweifache Provokation darstellte. Er nahm sich auch die Freiheit, seine Liebhaber zum Gegenstand seiner Bilder zu machen und das Thema der Gewalt zu einem Leitthema seines bildnerischen Schaffens werden zu lassen.

 

Bacons Bilder kreisen um die gequälte Kreatur, sie sind unbequem und bedrückend und gleichzeitig von grandioser Ausdruckskraft. Dies hat Bacon, so anstössig man seinen Lebenswandel auch empfinden mochte, die uneingeschränkte Wertschätzung der Kunstwelt zuteilwerden lassen.


Presseauszüge

«Bacon richtet seinen Fokus schonungslos ins Innere der Kreatur, unter die Haut. Dahin, wo der Mensch rohes Fleisch ist, wo er pulsiert, schleimt, blutet, schmerzt. Da setzen auch Tim Behren und Florian Patschovksy an. Die zwei Akrobaten und Performancekünstler finden beklemmende Szenen für das Unaussprechliche und zwingen den Betrachter – wie Bacon – hinzuschauen, bis es wehtut. Sie verwandeln die Vidmar-Bühne in eine Projektionsfläche für innere und äussere Kämpfe – auch hier sind viele Lesarten möglich. Wenn es um Macht und Sprache geht, greifen sich die Tanzenden in ihren hinreissenden fleischfarbenen Kostümen (Sabine Schneider) mit blossen Fingern in den Mund, dass der Speichel tropft.
(…) Die Frau am Haken (Nozomi Matsuoka), die Soli im ausgeleuchteten Glaskubus (Winston Ricardo Arnon und Milan Kampfer) oder am Ende Norikazu Aoki, der dem Fleischboden die Haut wegreisst und sich selber im Spiegel entdeckt – das sind Momente von hoher Intensität. Beeindruckend, wie die Berner Tanzcompagnie furchtlos zur Sache geht und den Bacon durch den Wolf dreht. Seine drangsalierte Kreatur rückt sie mit vollem Körpereinsatz ans Licht. Was dem Publikum bleibt, ist Faszination und Verstörung.»
Der Bund, Marianne Mühlemann, 03. Mai 2016

 

«Die Musikkomposition (SimonBauer) besteht aus einem bedrohlichen Wummern, das durch Zwischenspiele von grotesker Fröhlichkeit unterbrochen wird. Die Kostüme (Sabine Schneider) mit Leder- und Fellbesätzen verleihen den Tänzern etwas Animalisches und nehmen gleichzeitig die subtile Farbigkeit von Bacons Gemälden auf. Die Tänzer  sind abstrakte Figuren, die mal lebendig gewordene Bilder, mal innere Zustände oder einzelne Motive des Meisters verkörpern.
(…)Die Choreografie verlangt Theatralik und vollen Körpereinsatz. Die Kompanie meistert diesen Kraftakt bis zum Schluss.»
Berner Zeitung, Helen Lagger, 03. Mai 2016


Cast

Choreographie: Tim Behren und Florian Patschovsky (Overhead Project)
Bühne: Till Kuhnert
Kostüme: Sabine Schneider
Musikkomposition: Simon Bauer
Dramaturgie: Dr. Christoph Gaiser
TänzerInnen:  Yu-Min Yang, Milan Kampfer, Marcel Casablanca Martínez , Evan Schwarz, Ruud Sanders, Winston Ricardo Arnon, Norikazu Aoki, Kalin Morrow, Rebecca Journo, Angela Demattè, Nozomi Matsuoka, Marieke Monquil , Olive Lopez


Bilder

Info

Eine Gastchoreografie für die 13 köpfige Tanzcompagnie am Konzert Theater Bern
Premiere 1. Mai 2016

 

„Ein getanztes Schreckensbild nach Bacon. Eine intensive Arbeit, die eigenwillige Bilder schafft.
In «Francis Bacon» hat das Choreographen-Duo eigene, eigenwillige Bilder geschaffen, die teilweise bis ins Innerste dringen und verstören. Fast wie Bacons Werk. Das Duo ist gefragt. «Overhead Project» kann erhobenen Hauptes in die Zukunft blicken.“
(Nicole Salathe, SRF)

 

Der irische Maler Francis Bacon hat sich in sehr umfassendem Sinne die sprichwörtliche Freiheit genommen, Dinge zu tun, die er tun wollte. Alkohol- und Drogenexzesse waren für ihn an der Tagesordnung, auch fronte er hemmungslos seiner Spielsucht. In einem Klima ausgesprochener Repression scheute er sich nicht, Beziehungen mit älteren oder jüngeren Männern einzugehen, die zum Teil sozial wesentlich höher oder niedriger als er gestellt waren, was im klassenbewussten und homophoben England gleich eine zweifache Provokation darstellte. Er nahm sich auch die Freiheit, seine Liebhaber zum Gegenstand seiner Bilder zu machen und das Thema der Gewalt zu einem Leitthema seines bildnerischen Schaffens werden zu lassen.

 

Bacons Bilder kreisen um die gequälte Kreatur, sie sind unbequem und bedrückend und gleichzeitig von grandioser Ausdruckskraft. Dies hat Bacon, so anstössig man seinen Lebenswandel auch empfinden mochte, die uneingeschränkte Wertschätzung der Kunstwelt zuteilwerden lassen.


Presseauszüge

«Bacon richtet seinen Fokus schonungslos ins Innere der Kreatur, unter die Haut. Dahin, wo der Mensch rohes Fleisch ist, wo er pulsiert, schleimt, blutet, schmerzt. Da setzen auch Tim Behren und Florian Patschovksy an. Die zwei Akrobaten und Performancekünstler finden beklemmende Szenen für das Unaussprechliche und zwingen den Betrachter – wie Bacon – hinzuschauen, bis es wehtut. Sie verwandeln die Vidmar-Bühne in eine Projektionsfläche für innere und äussere Kämpfe – auch hier sind viele Lesarten möglich. Wenn es um Macht und Sprache geht, greifen sich die Tanzenden in ihren hinreissenden fleischfarbenen Kostümen (Sabine Schneider) mit blossen Fingern in den Mund, dass der Speichel tropft.
(…) Die Frau am Haken (Nozomi Matsuoka), die Soli im ausgeleuchteten Glaskubus (Winston Ricardo Arnon und Milan Kampfer) oder am Ende Norikazu Aoki, der dem Fleischboden die Haut wegreisst und sich selber im Spiegel entdeckt – das sind Momente von hoher Intensität. Beeindruckend, wie die Berner Tanzcompagnie furchtlos zur Sache geht und den Bacon durch den Wolf dreht. Seine drangsalierte Kreatur rückt sie mit vollem Körpereinsatz ans Licht. Was dem Publikum bleibt, ist Faszination und Verstörung.»
Der Bund, Marianne Mühlemann, 03. Mai 2016

 

«Die Musikkomposition (SimonBauer) besteht aus einem bedrohlichen Wummern, das durch Zwischenspiele von grotesker Fröhlichkeit unterbrochen wird. Die Kostüme (Sabine Schneider) mit Leder- und Fellbesätzen verleihen den Tänzern etwas Animalisches und nehmen gleichzeitig die subtile Farbigkeit von Bacons Gemälden auf. Die Tänzer  sind abstrakte Figuren, die mal lebendig gewordene Bilder, mal innere Zustände oder einzelne Motive des Meisters verkörpern.
(…)Die Choreografie verlangt Theatralik und vollen Körpereinsatz. Die Kompanie meistert diesen Kraftakt bis zum Schluss.»
Berner Zeitung, Helen Lagger, 03. Mai 2016


Cast

Choreographie: Tim Behren und Florian Patschovsky (Overhead Project)
Bühne: Till Kuhnert
Kostüme: Sabine Schneider
Musikkomposition: Simon Bauer
Dramaturgie: Dr. Christoph Gaiser
TänzerInnen:  Yu-Min Yang, Milan Kampfer, Marcel Casablanca Martínez , Evan Schwarz, Ruud Sanders, Winston Ricardo Arnon, Norikazu Aoki, Kalin Morrow, Rebecca Journo, Angela Demattè, Nozomi Matsuoka, Marieke Monquil , Olive Lopez


Bilder