Francis Bacon, Bern

Info

Francis Bacon

Eine Gastchoreografie für die 13-köpfige Tanzkompanie am Konzert Theater Bern

Premiere: Mai 2016

 

Der irische Maler Francis Bacon hat sich in sehr umfassendem Sinne die sprichwörtliche Freiheit genommen, Dinge zu tun, die er tun wollte. Alkohol- und Drogenexzesse waren für ihn an der Tagesordnung, auch fronte er hemmungslos seiner Spielsucht. In einem Klima ausgesprochener Repression scheute er sich nicht, Beziehungen mit älteren oder jüngeren Männern einzugehen, die zum Teil sozial wesentlich höher oder niedriger als er gestellt waren, was im klassenbewussten und homophoben England gleich eine zweifache Provokation darstellte. Er nahm sich auch die Freiheit, seine Liebhaber zum Gegenstand seiner Bilder zu machen und das Thema der Gewalt zu einem Leitthema seines bildnerischen Schaffens werden zu lassen.

 

Bacons Bilder kreisen um die gequälte Kreatur, sie sind unbequem und bedrückend und gleichzeitig von grandioser Ausdruckskraft. Dies hat Bacon, so anstössig man seinen Lebenswandel auch empfinden mochte, die uneingeschränkte Wertschätzung der Kunstwelt zuteilwerden lassen.


Presseauszüge

Bacon richtet seinen Fokus schonungslos ins Innere der Kreatur, unter die Haut. Dahin, wo der Mensch rohes Fleisch ist, wo er pulsiert, schleimt, blutet, schmerzt. Da setzen auch Tim Behren und Florian Patschovksy an. Die zwei Akrobaten und Performancekünstler finden beklemmende Szenen für das Unaussprechliche und zwingen den Betrachter – wie Bacon – hinzuschauen, bis es wehtut. […] Beeindruckend, wie die Berner Tanzcompagnie furchtlos zur Sache geht und den Bacon durch den Wolf dreht. Was dem Publikum bleibt, ist Faszination und Verstörung.
– Marianne Mühlemann, Der Bund, 2016

 

Die Musikkomposition (Simon Bauer) besteht aus einem bedrohlichen Wummern, das durch Zwischenspiele von grotesker Fröhlichkeit unterbrochen wird. Die Kostüme (Sabine Schneider) mit Leder- und Fellbesätzen verleihen den Tänzern etwas Animalisches und nehmen gleichzeitig die subtile Farbigkeit von Bacons Gemälden auf. Die Tänzer sind abstrakte Figuren, die mal lebendig gewordene Bilder, mal innere Zustände oder einzelne Motive des Meisters verkörpern. Die Choreografie verlangt Theatralik und vollen Körpereinsatz. Die Kompanie meistert diesen Kraftakt bis zum Schluss.
– Helen Lagger, Berner Zeitung, 2016

 

Ein getanztes Schreckensbild nach Bacon. Eine intensive Arbeit, die eigenwillige Bilder schafft.
In «Francis Bacon» hat das Choreographen-Duo eigene, eigenwillige Bilder geschaffen, die teilweise bis ins Innerste dringen und verstören. Fast wie Bacons Werk. Das Duo ist gefragt. «Overhead Project» kann erhobenen Hauptes in die Zukunft blicken.
– Nicole Salathe, SRF


Team

Konzept/künstlerische Leitung/Choreografie: Tim Behren, Florian Patschovsky

Kostüm: Sabine Schneider

Dramaturgie: Dr. Christoph Gaiser

Bühne: Till Kuhnert

Musikkomposition: Simon Bauer

TänzerInnen: Milan Kampfer, Norikazu Aoki , Yu-Min Yang, Marcel Casablanca Martínez , Winston Ricardo Arnon, Evan Schwarz, Ruud Sanders, Kalin Morrow, Olive Lopez, Rebecca Journo, Nozomi Matsuoka, Angela Demattè, Marieke Monquil


Bilder

Info

Francis Bacon

Eine Gastchoreografie für die 13-köpfige Tanzkompanie am Konzert Theater Bern

Premiere: Mai 2016

 

Der irische Maler Francis Bacon hat sich in sehr umfassendem Sinne die sprichwörtliche Freiheit genommen, Dinge zu tun, die er tun wollte. Alkohol- und Drogenexzesse waren für ihn an der Tagesordnung, auch fronte er hemmungslos seiner Spielsucht. In einem Klima ausgesprochener Repression scheute er sich nicht, Beziehungen mit älteren oder jüngeren Männern einzugehen, die zum Teil sozial wesentlich höher oder niedriger als er gestellt waren, was im klassenbewussten und homophoben England gleich eine zweifache Provokation darstellte. Er nahm sich auch die Freiheit, seine Liebhaber zum Gegenstand seiner Bilder zu machen und das Thema der Gewalt zu einem Leitthema seines bildnerischen Schaffens werden zu lassen.

 

Bacons Bilder kreisen um die gequälte Kreatur, sie sind unbequem und bedrückend und gleichzeitig von grandioser Ausdruckskraft. Dies hat Bacon, so anstössig man seinen Lebenswandel auch empfinden mochte, die uneingeschränkte Wertschätzung der Kunstwelt zuteilwerden lassen.


Presseauszüge

Bacon richtet seinen Fokus schonungslos ins Innere der Kreatur, unter die Haut. Dahin, wo der Mensch rohes Fleisch ist, wo er pulsiert, schleimt, blutet, schmerzt. Da setzen auch Tim Behren und Florian Patschovksy an. Die zwei Akrobaten und Performancekünstler finden beklemmende Szenen für das Unaussprechliche und zwingen den Betrachter – wie Bacon – hinzuschauen, bis es wehtut. […] Beeindruckend, wie die Berner Tanzcompagnie furchtlos zur Sache geht und den Bacon durch den Wolf dreht. Was dem Publikum bleibt, ist Faszination und Verstörung.
– Marianne Mühlemann, Der Bund, 2016

 

Die Musikkomposition (Simon Bauer) besteht aus einem bedrohlichen Wummern, das durch Zwischenspiele von grotesker Fröhlichkeit unterbrochen wird. Die Kostüme (Sabine Schneider) mit Leder- und Fellbesätzen verleihen den Tänzern etwas Animalisches und nehmen gleichzeitig die subtile Farbigkeit von Bacons Gemälden auf. Die Tänzer sind abstrakte Figuren, die mal lebendig gewordene Bilder, mal innere Zustände oder einzelne Motive des Meisters verkörpern. Die Choreografie verlangt Theatralik und vollen Körpereinsatz. Die Kompanie meistert diesen Kraftakt bis zum Schluss.
– Helen Lagger, Berner Zeitung, 2016

 

Ein getanztes Schreckensbild nach Bacon. Eine intensive Arbeit, die eigenwillige Bilder schafft.
In «Francis Bacon» hat das Choreographen-Duo eigene, eigenwillige Bilder geschaffen, die teilweise bis ins Innerste dringen und verstören. Fast wie Bacons Werk. Das Duo ist gefragt. «Overhead Project» kann erhobenen Hauptes in die Zukunft blicken.
– Nicole Salathe, SRF


Team

Konzept/künstlerische Leitung/Choreografie: Tim Behren, Florian Patschovsky

Kostüm: Sabine Schneider

Dramaturgie: Dr. Christoph Gaiser

Bühne: Till Kuhnert

Musikkomposition: Simon Bauer

TänzerInnen: Milan Kampfer, Norikazu Aoki , Yu-Min Yang, Marcel Casablanca Martínez , Winston Ricardo Arnon, Evan Schwarz, Ruud Sanders, Kalin Morrow, Olive Lopez, Rebecca Journo, Nozomi Matsuoka, Angela Demattè, Marieke Monquil


Bilder